Seit Februar 2024 ist unser Zuhause ein Chevrolet G30 HopCap von 1979. Wir nennen ihn einfach den Chevy. Darin leben und reisen wir als Familie mit unserer Tochter Freya und unserem Hund Fozzy durch Europa.
Leben im Camper bedeutet für uns vor allem Alltag. Wir arbeiten, kochen, lernen, schlafen, räumen auf, kümmern uns um den Hund, reparieren Dinge und überlegen regelmäßig, wo wir Wasser bekommen oder unsere Tanks entsorgen können. Der Unterschied zu einem festen Zuhause ist, dass viele dieser alltäglichen Dinge unterwegs bewusster organisiert werden müssen.
Wenig Platz verändert den Alltag
Auf wenigen Quadratmetern merkt man ziemlich schnell, welche Dinge man tatsächlich braucht. Gleichzeitig wird Ordnung wichtiger. Wenn etwas keinen festen Platz hat, liegt es früher oder später im Weg.
Unser Camper ist Wohnraum, Küche, Arbeitsplatz, Rückzugsort und Transportmittel gleichzeitig. Deshalb funktioniert vieles über kleine Routinen. Nach dem Kochen wird direkt wieder eingeräumt, Dinge müssen während der Fahrt gesichert sein und morgens wird aus einem Schlafplatz wieder Wohnraum.
Dabei läuft längst nicht jeder Tag gleich. Wenn wir mehrere Tage an einem Ort stehen, entsteht ein anderer Rhythmus als an Fahrtagen. Reparaturen, Wetter, Einkaufsmöglichkeiten oder die Suche nach einer Ver- und Entsorgungsstation können einen Tagesplan ebenfalls schnell verändern.
Strom: Wie unser Camper versorgt wird
Unsere Stromversorgung ist darauf ausgelegt, möglichst lange ohne Landstrom auszukommen. Auf dem Chevy haben wir feste Solarmodule; zusätzlich können wir bei Bedarf ein faltbares Solarmodul aufstellen. Gespeichert wird der Strom in einer Lithium-Bordbatterie.
Bei uns gehören unter anderem eine 300-Ah-LiFePO4-Batterie, 450 Watt fest installierte Solarleistung, weitere 220 Watt faltbares Solar und ein 2.000-Watt-Wechselrichter von Victron zum System.
Wie lange das reicht, hängt stark vom Wetter und vom Verbrauch ab. Ein Kühlschrank, Computer, Router und andere Geräte laufen unterwegs schließlich genauso weiter wie in einem normalen Haushalt. Gerade bei großer Hitze kann der Strombedarf deutlich steigen.
Arbeiten an der Campertechnik
Bei Gas- und Elektroinstallationen geht es um Sicherheit. Änderungen an solchen Anlagen sollten fachgerecht geplant und ausgeführt werden. Unser eigenes System beschreibt deshalb unsere Lösung und ist keine allgemeine Einbauanleitung.
Wasser, Toilette und Entsorgung
In der Praxis begrenzt bei uns häufig nicht der Strom, wie lange wir an einem Ort bleiben können. Wasser und Toilette spielen mindestens eine genauso große Rolle.
Frischwasser muss aufgefüllt werden, Abwasser muss an geeigneten Stellen entsorgt werden und irgendwann ist auch die Toilette voll. Deshalb gehören Ver- und Entsorgungsstationen und gelegentliche Camping- oder Stellplätze ganz selbstverständlich zu unserer Reiseplanung.
Gerade auf längeren Reisen lohnt es sich, nicht erst nach einer Lösung zu suchen, wenn Wasser oder Tankkapazität bereits knapp werden. Wir schauen deshalb unterwegs regelmäßig, welche Möglichkeiten auf der nächsten Strecke liegen.
Mehr dazu findest du unter Stellplätze & Camping.
Kochen im Camper
Eine kleine Küche bedeutet für uns nicht, dass wir nur von einfachen Campinggerichten leben. Im Chevy wird ganz normal gekocht. Entscheidend ist eher, dass Arbeitsfläche und Stauraum begrenzt sind.
Deshalb funktionieren Gerichte gut, bei denen nicht gleichzeitig fünf Töpfe, Schüsseln und Küchengeräte herumstehen. Vorräte müssen sinnvoll verstaut sein und nach dem Kochen wird die Küche wieder zum Wohnraum.
Aus diesem Teil unseres Camperalltags ist auch Camperfood entstanden. Unsere Rezepte findest du hier: Camperfood – Rezepte aus der Camperküche.
Internet und Arbeiten unterwegs
Für uns ist eine stabile Internetverbindung wichtig, weil wir online arbeiten. Mobilfunk reicht dafür an vielen Orten aus, aber eben nicht überall.
Wir nutzen deshalb Starlink. Das ist besonders praktisch, wenn wir außerhalb dichter besiedelter Gebiete stehen oder die vorhandene Mobilfunkverbindung nicht stabil genug zum Arbeiten ist.
Starlink
Wir nutzen Starlink selbst für unser Internet unterwegs. Über unseren Empfehlungslink können berechtigte Neukunden nach den jeweils geltenden Starlink-Bedingungen einen kostenlosen Servicemonat erhalten.
Starlink ansehen →Welche Möglichkeiten es neben Starlink gibt und wie wir Mobilfunk, Router und Internet auf Reisen organisieren, gehört auf unsere eigene Themenseite: Internet unterwegs.
Leben im Camper als Familie
Mit mehreren Menschen auf engem Raum zu leben funktioniert anders als in einer Wohnung mit mehreren Zimmern. Man kann nicht einfach eine Tür hinter sich schließen und am anderen Ende des Hauses verschwinden.
Deshalb brauchen auch im Camper alle ihren Platz. Manchmal sitzt jemand draußen, jemand arbeitet drinnen oder einer geht mit Fozzy eine Runde. Kopfhörer sind ebenfalls hilfreich, wenn mehrere Dinge gleichzeitig passieren.
Freya lebt und lernt mit uns unterwegs. Dadurch gehören Lernen und Reisen bei uns zum selben Alltag.
Wenn dich speziell das Reisen als Familie interessiert, findest du mehr unter Reisen mit Kind.
Unterwegs mit Hund
Fozzy gehört seit Beginn unseres Camperlebens dazu. Mit Hund verändern sich einige Entscheidungen: Temperaturen, Stellplätze, lange Fahrtage, Einreisebestimmungen und Möglichkeiten zum Gassigehen spielen bei der Planung eine Rolle.
Besonders im Sommer bestimmt die Hitze einen großen Teil unseres Tages. Ein Camper kann sich sehr schnell aufheizen. Deshalb planen wir Fahrt, Aufenthalt und Einkauf so, dass Fozzy nicht bei hohen Temperaturen allein im Fahrzeug zurückbleibt.
Unsere Erfahrungen und die wichtigsten organisatorischen Themen haben wir unter Reisen mit Hund gesammelt.
Ein Oldtimer bleibt ein Oldtimer
Unser Chevy wurde 1979 gebaut. Das ist ein großer Teil seines Charmes, bedeutet unterwegs aber auch: Es gibt immer wieder etwas zu prüfen, zu warten oder zu reparieren.
Ersatzteile liegen nicht überall im nächsten Autohaus und manche Probleme lassen sich erst lösen, wenn das richtige Teil gefunden oder geliefert wurde. Deshalb gehört Technik für uns genauso zum Camperleben wie schöne Stellplätze.
Den Chevy selbst und seine Besonderheiten stellen wir hier ausführlicher vor: Unser Chevrolet G30 HopCap. Reparaturen und technische Themen sammeln wir unter Reparaturen & Technik.
Freistehen gehört zu unserem Camperleben
Wir stehen unterwegs gerne frei. Was erlaubt ist, hängt vom Land, von regionalen Vorschriften, vom konkreten Ort und häufig auch davon ab, ob ein Fahrzeug lediglich geparkt wird oder Campingverhalten entsteht.
Deshalb behandeln wir die Regeln zum Freistehen inzwischen getrennt vom allgemeinen Camperalltag. So lassen sich die Informationen zu einzelnen Ländern gezielter aktualisieren.
Freistehen in Europa
Regeln und praktische Informationen für 41 europäische Länder, aufgeteilt auf vier Bände. Mit dem Komplettzugang hast du alle vier Bände für 365 Tage in der Wissensbibliothek verfügbar.
Freistehen-Wissensbibliothek ansehen →
Und was ist mit dem Wohnsitz?
Wer dauerhaft im Camper lebt, sollte das Thema Wohnsitz getrennt vom Fahrzeug betrachten. Entscheidend ist die tatsächliche Wohnsituation. Wer aus einer Wohnung in Deutschland auszieht und keine neue Wohnung im Inland bezieht, muss die melderechtlichen Folgen prüfen.
Dazu kommen praktische Fragen rund um Post, Bankkonten, Versicherungen, Behörden und Steuern. Diese Themen haben wir deshalb in einem eigenen Bereich zusammengefasst.
Einstieg: Wohnsitz abmelden – das solltest du vorher wissen .
Versicherungen unterwegs
Auch Versicherungen hängen stark davon ab, wie und wo man reist, wie lange man unterwegs ist und ob weiterhin ein Wohnsitz besteht. Eine klassische Urlaubskrankenversicherung passt beispielsweise nicht automatisch zu einem dauerhaft mobilen Leben.
Deshalb lohnt es sich, Versicherungen vor einer längeren Reise einzeln zu prüfen. Für die medizinische Absicherung findest du unseren separaten Überblick unter Auslandskrankenversicherung .
Was wir am Camperleben gelernt haben
Viele Dinge, über die wir früher kaum nachgedacht haben, werden im Camper sichtbar. Wasser ist begrenzt, Strom muss erzeugt und gespeichert werden und zusätzlicher Stauraum entsteht nicht einfach dadurch, dass man ihn gerade brauchen könnte.
Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass wir für unseren Alltag deutlich weniger Platz brauchen, als wir früher hatten. Entscheidend ist für uns, dass das System funktioniert: genug Strom und Wasser, stabiles Internet, ein Platz für die wichtigen Dinge und die Möglichkeit weiterzufahren, wenn es an einem Ort nicht passt.
Diese Seite enthält einen Empfehlungslink zu Starlink. Wenn du darüber einen berechtigten Starlink-Tarif abschließt, können wir eine Empfehlungsvergütung bzw. Gutschrift erhalten. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Die Bedingungen des Empfehlungsprogramms legt Starlink fest.