Sicherheit beim Freistehen
Ist Freistehen sicher? Das ist die Frage, die uns am häufigsten erreicht. Wir bei Family Nomads® geben darauf eine ehrliche Antwort: In aller Regel ja. Nachts ist uns bisher nie etwas passiert. Sicherheit beim Freistehen ist für uns weniger eine Frage von Schlössern als von der richtigen Lage und einem wachen Bauchgefühl.
Lage und Bauchgefühl entscheiden
Den größten Teil unserer Sicherheit machen wir vor dem Aussteigen aus: Bei der Platzwahl. Wir achten auf die Lage und hören auf unser Bauchgefühl. Fühlt sich ein Platz nicht richtig an, würden wir weiterfahren. Ehrlich gesagt war das bisher selten nötig, meistens passt der erste Eindruck. Genau deshalb verlassen wir uns darauf: Wer einen Platz mit gutem Gefühl wählt, muss nachts seltener grübeln.
Was wir sichern, und was uns ein Fahrrad gelehrt hat
Unsere Abendroutine ist schlicht: Türen zu, Fenster zu, und alles Wichtige kommt mit ins Bett oder direkt griffbereit daneben. Das klingt banal, aber an genau dieser Kleinigkeit hängt viel.
Das haben wir einmal auf die unbequeme Art gelernt. An einem leeren Parkplatz direkt hinter den Dünen, nur ein weiterer Camper ein paar Meter entfernt, wurde uns am helllichten Tag ein Fahrrad gestohlen. Ruud dachte, es sei abgeschlossen, war es aber nicht. Weg war es.
Die Geschichte ging gut aus: Wochen später stand das Rad auf einem Stellplatz gut einen Kilometer weiter, montiert auf dem Fahrradträger eines spanischen Campers. Ruud war damals bei einem Auftrag und teilte ein Foto des Rades in der WhatsApp-Gruppe des Auftraggebers. Ein Kollege erkannte es sofort, kam vorbei und sprach die Camper-Besitzer an. Wir bekamen das Rad zurück, eindeutig unseres, der Aufkleber des niederländischen Fahrradladens klebte noch drauf, und auch andere Merkmale stimmten.
Die Lehre daraus: Auch ein ruhiger, fast leerer Platz ist kein Selbstläufer. Was draußen bleibt, wird abgeschlossen, oder es kommt nach drinnen.
Und der Hund?
Eine Sache vorweg, falls jemand auf den Wachhund-Gedanken kommt: Fozzy ist keiner. Mit seinen Jahren ist er eher gute Gesellschaft als Alarmanlage. Unsere Sicherheit hängt an Platzwahl und Routine, nicht am Hund.
Allein oder zu zweit?
Wir sind als Familie unterwegs, nicht allein. Ob das objektiv sicherer ist, können wir nicht sagen. Aber je nach Ort fühlt man sich mit einer zweiten erwachsenen Person an Bord oft wohler. Wer allein freisteht, sollte deshalb umso mehr auf die Platzwahl achten und im Zweifel den unauffälligeren, ruhigeren Platz wählen.
Mehr Sicherheit durch Vorbereitung
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