Man könnte meinen, eine Abreise wie unsere sei perfekt durchgeplant. Doch das Leben hatte andere Pläne. Der Tag, an dem wir zu unserer großen Überwinterung nach Spanien aufbrechen wollten, begann mit Stress, endete mit Chaos – und einer Abfahrt in tiefer Dunkelheit.
Die letzten Sachen wurden im Schein der Taschenlampen eingepackt. Fahrräder, Dachkoffer, Wassertanks – nichts war rechtzeitig vorbereitet. Die Nerven lagen blank. Aber die Vorfreude auf das, was vor uns lag, trieb uns an.
Kaum gestartet, tauchten wir in die magische Welt des Phantasialand Wintertraums ein. Freya hatte nur Augen für die großen Attraktionen – „Taron“, „Black Mamba“, „Winja’s Fear and Force“. Lachen, Adrenalin, strahlende Augen – die perfekte Einstimmung auf das Abenteuer.
Unser Camper Oldie benötigte dringend einen neuen Victron Umformer – und die Wasserpumpe gab den Geist auf. Kurzerhand ging es in einen Campingladen. Mit begrenztem Strom und ohne Wasserpumpe weiterzufahren? Keine Option.
Die nächste Station war der idyllische Hof Erbenheim. Die herzlichen Eigentümer boten uns nicht nur einen sicheren Stellplatz, sondern auch Zugang zu WC, Dusche und Waschmaschine. Im Hofladen deckten wir uns mit frischen Äpfeln, Apfelmost und hausgemachten Nudeln ein – regionale Produkte, die mir (Daniela) ein Stück Heimatgefühl schenkten, da ich nicht unweit von dort aufgewachsen bin.
Ruud nutzte den Aufenthalt, um die Wasserpumpe auszutauschen. Ein Ort, den wir mit seiner Wärme immer in Erinnerung behalten werden.
Der nächste Stopp führte uns nach Schwetzingen – auf einen öffentlichen Stellplatz mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeit. Da wir solche Automaten noch nie benutzt hatten, schauten wir erst einmal bei einem erfahrenen Camper zu. Der schaute uns etwas irritiert an – und ja, es war uns peinlich.
Als wir unseren Camper vorführten, löste sich die Klemme des Schlauchs – und ein Teil des Schwarzwassers landete vor dem Automaten. Chaos. Nach der Beseitigung des Malheurs: Fahrt zum Baumarkt für neue Klemmen. Peinlich, chaotisch – aber das passt eben zu uns. 😅
Heidelberg – eine der schönsten Städte Deutschlands. Eine Verletzung an meinen Füßen hielt mich (Daniela) zunächst zurück. Mit Schmerzmitteln bewaffnet wollte ich jedoch unbedingt das Schloss und den Weihnachtsmarkt besuchen. Die Altstadt bezauberte uns mit Charme und festlicher Atmosphäre.
Doch ein Problem blieb: Trotz des neuen Victron Umformers reichte unser Strom nicht aus. Es war klar – wir würden einen Stromgenerator brauchen.
Wenn du Heidelberg besuchst – eine Bootstour auf dem Neckar ist ein Muss:
Das Schloss vom Wasser aus – die schönste Perspektive auf Heidelberg. Inklusive einem Getränk, ideal für Familien und Paare.
Tour buchen →Die nächste Station brachte uns zur Brennerei Südstraße in Schwanau – ein wunderbarer Stellplatz, den wir als Basis für die Bestellung unseres Stromgenerators nutzten. Die Dinge liefen nicht wie geplant: Zustellprobleme, Telefonate, Enttäuschungen – und letztlich die Erkenntnis, dass wir den Generator selbst abholen mussten.
Für Ruud war dieser Stopp jedoch ein kleines Schlaraffenland: kostenlose Schnapsverkostung beim herzlichen Gastgeber Lutz Weide. Ein Highlight, das ihm den Aufenthalt versüßte. Herzlichen Dank, Lutz!
Inmitten all der Herausforderungen erlebten wir in Rulantica einen unvergesslichen Tag. Freya war begeistert von den Wasserrutschen, und die Mitarbeiter überraschten uns mit einem besonderen Service: ein privates Liegebett und Zugang zu exklusiven Bereichen.
Unser herzlicher Dank gilt Guylaine Schutt und dem Team von Rulantica – ihr habt unseren Besuch zu etwas ganz Besonderem gemacht!
Riesige Wasserwelt direkt neben dem Europa-Park – perfekt für Familien mit Kindern. Online-Tickets oft günstiger als an der Tageskasse.
Ticket sichern →Unser Weg nach Spanien führte uns durch Frankreich – eine herausfordernde Fahrt über mautfreie, steile Straßen. Als Oldie mitten auf einem Berg auf der Autobahn stehen blieb, war die Panik groß. Nach einer Pause sprang der Motor glücklicherweise wieder an.
Steile, enge Straßen mit Begrenzungspfosten Richtung Millau – für einen LPG-Stopp. Daniela hörte, wie der Reifen am Bordstein hing. Eine Reifenpanne am nächsten Tag war die Folge. Die freundliche Hilfe eines lokalen Reifendienstes ermöglichte uns schließlich die Weiterfahrt.
Nach Tagen voller Herausforderungen erreichten wir endlich unser Ziel: Spanien. Die Ankunft im historischen Dorf Peralada war wie ein tiefes Durchatmen nach all dem Stress. Das Abenteuer hatte gerade erst begonnen.
Freistehen in Europa – 12 Länder im Vergleich
Von Deutschland bis Spanien – alle wichtigen Regeln zum Freistehen in 12 Ländern. Mit Ampelsystem und Verhaltenstipps.
Was uns diese ersten Wochen gelehrt haben
Kein Plan überlebt den ersten Kontakt mit der Realität – das haben wir gelernt. Aber genau das macht Vanlife aus: Man wird flexibel, man löst Probleme, man lacht über die Dinge, die schiefgehen. Und am Ende erinnert man sich an die Momente, die man nie vergessen wird.
Die Panne vor der Brennerei. Das Schwarzwasser in Schwetzingen. Freya in Rulantica. Die Erleichterung bei der Ankunft in Spanien. Das ist unsere Geschichte.
💬 Wie war euer Start ins Vanlife? Genauso chaotisch – oder noch schlimmer? 😄 Schreibt es in die Kommentare!
Wir schreiben alle Artikel kostenlos – direkt aus dem Camper. Wenn du uns unterstützen möchtest, freuen wir uns über einen Kaffee für die Crew.
☕ Kaffee spendieren →* Die Get Your Guide Links sind Affiliate-Links – bei Buchungen über unsere Links erhalten wir eine kleine Provision, für dich entstehen keine Mehrkosten. Der Rulantica-Besuch wurde teilweise durch das Team vor Ort unterstützt – herzlichen Dank dafür!


[…] ein paar erlebnisreichen Tagen in Heidelberg, inklusive eines Besuchs des Schlosses und der zauberhaften Weihnachtsmärkte, war es an der Zeit, […]